
Rauchfreie Alternative mit präziser Dosierung
THC-Gummibärchen (manche sagen auch Cannabis Gummibärchen) sind verzehrbare Gummibärchen mit dem Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) aus der Cannabispflanze1.
Im Gegensatz zur inhalativen Anwendung werden THC-Gummibärchen oral eingenommen und entfalten ihre Wirkung zeitverzögert.
Als medizinische Cannabisprodukte sind THC-Gummibärchen in Deutschland nur nach einer ärztlichen Verordnung in Apotheken erhältlich2.
Folgend finden Sie ausführliche Informationen rund um Cannabis Gummibärchen, deren Anwendungsgebiete und Wirkung sowie der sicheren Anwendung.
Cannabis Gummibärchen bieten eine moderne, diskrete Alternative für medizinisches Cannabis mit zahlreichen Vorteilen gegenüber traditionellen Anwendungsformen.
Gesundheit: Als rauchfreie Alternative ohne Inhalation belasten Cannabis Gummibärchen Atemwege und Lunge nicht durch Rauch oder Dampf. Das kann für PatientInnen relevant sein, die Cannabis therapeutisch nutzen möchten, aber Bedenken bezüglich der Inhalation haben.
Standardisierte Dosierung: Jedes Gummibärchen enthält eine definierte THC-Menge (2,5 mg, 5 mg oder 10 mg). So ist pro Stück erkennbar, wie viel Wirkstoff eingenommen wird.
Legalität: Der Bezug über Ihre Apotheke mit ärztlichem Rezept unterliegt den pharmazeutischen Qualitäts- und Prüfanforderungen für Arzneimittel. Sie erhalten ein in der Apotheke geprüftes medizinisches Produkt.
Beratung & Service: Sie erhalten fachkundige Begleitung – von der individuellen Beratung durch unsere Apotheke bis zum Rezept-Upload und Lieferung oder Abholung.
THC-Gummibärchen sind eine Form von Cannabis-Präparaten und zählen zu den oral einnehmbaren medizinischen Cannabis Edibles. Sie werden geschluckt und bieten so eine rauchfreie Alternative zu Cannabisblüten1. Nach der Einnahme von THC-Gummibärchen wird das enthaltene THC über den Verdauungstrakt aufgenommen und im Körper wirksam (mehr dazu im Bereich Pharmakodynamik).
Medizinische THC-Gummibärchen werden vor allem von PatientInnen genutzt, die Cannabis zu therapeutischen Zwecken einsetzen möchten, aber nicht inhalieren wollen oder können. Typische Anwendungsgebiete sind z. B. chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder Stresssymptome. Mehr zu den Behandlungsgebieten von medizinischem Cannabis.
Seit 2017 darf Cannabis in Deutschland zu medizinischen Zwecken verordnet werden2. THC-Gummibärchen stellen dabei eine neue, innovative Darreichungsform dar, die über spezialisierte Apotheken erhältlich ist.
Jedes Gummibärchen enthält eine definierte THC-Dosis (z. B. 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg), was eine präzise Dosierung und einfache Einnahme ermöglicht.
Die Wirkung von THC-Gummibärchen setzt verzögert ein (i. d. R. ca. 30 Minuten bis 2 Stunden nach Verzehr) und hält dafür länger an als bei der inhalativen Anwendung3. THC-Gummibärchen werden u. a. in der Schmerztherapie eingesetzt.
Da es sich um ein medizinisches Produkt handelt, steht die kontrollierte Linderung von Symptomen im Vordergrund. ErstanwenderInnen wird geraten, zunächst mit einer sehr niedrigen Dosis zu beginnen, um die eigene Reaktion und Verträglichkeit einschätzen zu können.
Insgesamt stellen THC-Gummibärchen eine diskrete und planbare orale Darreichungsform dar, medizinisches Cannabis zu nutzen - eine Option für PatientInnen, die einen Einstieg in die Cannabis-Therapie suchen oder eine Alternative zur Inhalation bevorzugen. Informieren Sie sich auch über verschiedene Cannabis-Strains und ihre Wirkprofile.
Tipp: Kontaktieren Sie uns gerne für eine individuelle Beratung. Besuchen Sie auch unseren Patientenausweis für wichtige Informationen für Cannabis-PatientInnen.
THC-Gummibärchen sind verschreibungspflichtige Arzneimittel und dürfen in Deutschland ausschließlich auf ärztliche Verordnung über eine Apotheke abgegeben werden. Ein Erwerb ohne gültiges Rezept ist nicht möglich. Bei der Sanvivo Cannabis-Apotheke reichen Sie Ihr Rezept ein und entscheiden, ob Sie Ihre Bestellung diskret per Versand erhalten oder direkt in der Apotheke abholen möchten.
Aktuell sind medizinische Cannabis Edibles der Marke JellyMed in verschiedenen THC:CBD-Verhältnissen verfügbar. Welche Darreichungsform und Dosierung für Sie geeignet ist, klären Sie mit Ihrem Arzt oder unserem Apotheken-Team.
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Cannabis kann auf verschiedenen Wegen angewendet werden – oral (z. B. Gummibärchen) oder durch Inhalation (Rauchen/Vaping). Beide Methoden unterscheiden sich deutlich in Wirkungseintritt, Wirkdauer und -intensität:
Wirkungseintritt
Wirkdauer
| Kriterium | THC-Gummibärchen (oral) | Inhalation (Rauchen/Vaping) |
|---|---|---|
| Wirkungseintritt | Verzögert, ca. 30 Minuten bis 2 Stunden5 | Nahezu sofort, wenige Minuten79 |
| Wirkungsmaximum | Oft erst nach 1–3 Stunden58 | Nach ca. 30 Minuten79 |
| Wirkdauer | In Studien: mehrere Stunden, in Einzelfällen bis ~12 h5 | In Studien: kürzer, ca. 2–3 Stunden7 |
| Dosierung | Standardisiert (2,5 / 5 / 10 mg) | Schwerer kontrollierbar |
| Atemwege | Rauchfrei | Belastung durch Rauch/Dampf |
| Diskretion | Geruchlos, unauffällig | Geruch und Rauchentwicklung |
Pharmakokinetische Angaben stammen aus der zitierten Literatur [5][7][8][9] und beschreiben Studienergebnisse – nicht individuelle Wirkungen. Die tatsächliche Reaktion hängt u. a. von Dosis, Stoffwechsel und Mageninhalt ab.
Bei der Inhalation von Cannabis gelangt THC über die Lunge nahezu sofort ins Blut und ins Gehirn – erste Effekte sind daher meist innerhalb weniger Minuten spürbar.
Gummibärchen hingegen müssen erst den Verdauungsweg passieren: Nach dem Verzehr eines THC-Gummibärchens dauert es typischerweise 30 Minuten bis 2 Stunden, bis die Wirkung einsetzt3. Diese Verzögerung entsteht, weil das THC zunächst im Magen aufgenommen und über den Stoffwechsel aktiviert wird.
Bei der inhalativen Anwendung erreicht die Wirkung ihren Höhepunkt bereits nach ca. 30 Minuten und klingt nach 2-3 Stunden wieder ab.
Oral aufgenommenes THC entfaltet seinen Peak dagegen deutlich später – oft erst nach 1–3 Stunden – und die Gesamtdauer der spürbaren Wirkung ist deutlich länger. In Studien zu cannabishaltigen Backwaren reichte die Wirkdauer von etwa 30 Minuten bis zu mehreren, in Einzelfällen bis zu rund 12 Stunden5.
Ob eine orale Darreichungsform im Einzelfall infrage kommt, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Bei der oralen Einnahme entsteht in der Leber aus THC der aktive Metabolit 11-Hydroxy-THC. Dieser ist nach der Literatur etwas wirksamer als THC selbst und hat eine längere Plasmahalbwertszeit7.
Vereinfacht heißt das: Bei oraler Einnahme wirken sowohl das ursprüngliche THC als auch der Metabolit 11-Hydroxy-THC zusammen auf den Körper – anders als bei der Inhalation, bei der relativ weniger 11-Hydroxy-THC entsteht8.
Inhalatives Cannabis umgeht diesen Leberstoffwechsel größtenteils, weshalb die Wirkung dort oft „flacher" und kürzer andauert.
Wichtig: Die intensivere Wirkung von Cannabis-Gummibärchen bedeutet nicht, dass sie grundsätzlich mit einem größerem Risiko verbunden sind – es kommt auf die Dosierung und den verantwortungsvollen Umgang an. Daher ist es wichtig, die Therapie einschleichend zu dosieren und ärztlich abzuklären.
THC-Gummibärchen bieten maximale Diskretion im Vergleich zur Inhalation. Es entsteht kein Geruch, kein Rauch und die Einnahme erfolgt unauffällig. Dies ermöglicht eine angenehme, diskrete Anwendung in verschiedenen Alltagssituationen.
Ein Merkmal von THC-Gummibärchen ist die präzise, standardisierte Dosierung. Jedes Gummibärchen enthält eine exakt definierte Menge THC (z. B. 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg), während die Dosierung beim Inhalieren schwer kontrollierbar ist und von vielen Faktoren abhängt.
Die folgende Übersicht dient der allgemeinen Information. Die konkrete Dosierung legt stets Ihr behandelnder Arzt fest – beginnen Sie nie eigenmächtig mit einer höheren Dosis.
THC-Gummibärchen aus der Apotheke sind in verschiedenen Dosierungen erhältlich – typischerweise 2,5 mg, 5 mg und 10 mg THC pro Stück. ErstanwenderInnen wird zu einer niedrigen Anfangsdosis geraten.
Nach dem Verzehr dauert es typischerweise 30 Minuten bis 2 Stunden, bis die ersten Effekte spürbar sind. Die volle Wirkung ist häufig erst nach 1–3 Stunden erreicht – nehmen Sie in dieser Zeit keine weitere Dosis ein.
Die Wirkung hält mehrere Stunden an, in Einzelfällen bis zu rund 12 Stunden – je nach Stoffwechsel, Körpergewicht und Mageninhalt. Planen Sie die Einnahme entsprechend.
Was passiert im Körper, nachdem ein THC-Gummibärchen oral aufgenommen wurde?
Die Pharmakodynamik beschreibt den Weg eines Wirkstoffs und seiner Effekte:
Nachdem ein Gummibärchen verzehrt wird, gelangt das enthaltene THC in den Magen und daraufhin in den Darm. Über den Darmtrakt erfolgt die Resorption des Wirkstoffs in den Blutkreislauf.
Bevor das THC ins Gehirn gelangt, durchströmt es die Leber, über die ein großer Teil davon metabolisiert wird (First-Pass-Effekt). Dabei entsteht der bereits erwähnte Metabolit 11-Hydroxy-THC. Anders als bei inhalativer Anwendung, bei dem THC das Gehirn fast unverändert erreicht, kommt bei oraler Einnahme sowohl THC als auch 11-Hydroxy-THC im Blutkreislauf an9. Diese Kombination kann zu einem länger anhaltenden Effekt beitragen.
Über den Blutkreislauf gelangen THC und sein Metabolit schließlich ins Gehirn. Dort docken sie an spezifische Cannabinoid-Rezeptoren (CB1) an, die Teil des körpereigenen Endocannabinoid-Systems sind. Dieses System reguliert viele körperliche Funktionen - z. B. Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf und Appetit.
Durch die Aktivierung der CB1-Rezeptoren entfaltet THC seine Hauptwirkungen: Schmerz wird weniger intensiv wahrgenommen, Entspannung tritt ein, der Appetit kann angeregt werden und in höheren Dosen können schlaffördernde Effekte eintreten. Gleichzeitig können auch Nebenwirkungen auftreten (z. B. Beeinträchtigung von Kurzzeitgedächtnis und Koordination, erhöhte Herzfrequenz, selten Angstgefühle).
Diese Effekte sind dosisabhängig: eine geringe Dosis (z. B. 2,5 mg) bewirkt oft nur subtile Veränderungen, während höhere Dosen (5–10 mg aufwärts) zu mehr Nebenwirkungen führen können.
Verschiedene Anwendungsformen von medizinischem Cannabis
Adaptiert von:
Veterans Health Administration. Evidence Synthesis Program. 2020.
Health Canada. Consumer Information-Cannabis. 2019.
Die Anflutungszeit ist bei oraler Einnahme verzögert. Das liegt auch am komplexen Weg durch Magen und Leber. Die volle Wirkung ist häufig erst nach 1–3 Stunden erreicht. Die Wirkung lässt nur langsam nach, da der Körper das THC und 11-Hydroxy-THC allmählich abbaut.
Der Abbau erfolgt ebenfalls großteils über die Leber, anschließend werden die Abbauprodukte über Urin und Stuhl ausgeschieden. Die spürbare Wirkung klingt nach mehreren Stunden ab; THC und seine Metaboliten werden anschließend über Stunden bis Tage vollständig eliminiert6.
THC-Gummibärchen stellen eine innovative Darreichungsform für medizinisches Cannabis dar. Sie vereinen eine standardisierte Dosierung, eine rauchfreie Anwendung ohne Belastung der Atemwege und eine diskrete Einnahme.
Für PatientInnen, die eine Alternative zur Inhalation suchen oder eine kontrollierte orale Anwendung bevorzugen, kommen THC-Gummibärchen als Darreichungsform infrage. Die verzögerte, aber dafür länger anhaltende Wirkung kann bei der Anwendung über einen längeren Zeitraum eine Rolle spielen; ob sie im Einzelfall geeignet ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.
Wichtig ist jedoch, die Besonderheiten der oralen Einnahme zu beachten: Der verzögerte Wirkungseintritt erfordert Geduld, und die stärkere Intensität durch die Metabolisierung in der Leber macht eine vorsichtige Dosierung unerlässlich. ErstanwenderInnen sollten mit niedrigen Dosen beginnen und für Dosisanpassungen stets ärztliche Rücksprache halten.
Bei Sanvivo Cannabis-Apotheke erhalten Sie fachkundige Beratung zu THC-Gummibärchen. Mehr Informationen hier.
Verschreibungspflicht: THC-Gummibärchen sind verschreibungspflichtige Arzneimittel und dürfen nur auf ärztliche Verordnung abgegeben werden. Der Erwerb ohne gültiges Rezept ist nicht gestattet.
Keine Selbstmedikation: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Die Anwendung von THC-Gummibärchen sollte nur nach ärztlicher Anweisung erfolgen.
Teilnahme am Straßenverkehr: Die Einnahme von THC-haltigen Produkten kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Beachten Sie die gesetzlichen Bestimmungen und verzichten Sie auf die Teilnahme am Straßenverkehr unter dem Einfluss von Cannabis.
Stand: Juli 2026
[1] [4] Canadian Centre on Substance Use and Addiction (2019): 7 Things You Need to Know about Edible Cannabis. Verfügbar unter: https://www.ccsa.ca/sites/default/files/2019-06/CCSA-7-Things-About-Edible-Cannabis-2019-en.pdf (abgerufen am 10.10.2025).
[2] Pflege.de: Medizinisches Cannabis – Alle Infos & Tipps im Überblick. Verfügbar unter: https://www.pflege.de/krankheiten/medizinisches-cannabis/ (abgerufen am 10.10.2025).
[3] Government of Canada – Health Canada: Health effects of cannabis. Verfügbar unter: https://www.canada.ca/en/health-canada/services/drugs-medication/cannabis/health-effects/effects.html (abgerufen am 10.10.2025)
[5] Poyatos L, Pérez-Acevedo AP, Papaseit E et al. (2020): Oral Administration of Cannabis and Δ-9-tetrahydrocannabinol (THC) Preparations: A Systematic Review. Medicina (Kaunas) 56(6):309. DOI: 10.3390/medicina56060309
[6] Grewal JK, Loh LC (2020): Health considerations of the legalization of cannabis edibles. CMAJ 192(1):E1–E2. DOI: 10.1503/cmaj.191217
[7] Huestis MA (2007): Human Cannabinoid Pharmacokinetics. Chemistry & Biodiversity 4(8):1770–1804. DOI: 10.1002/cbdv.200790152
[8] Karschner EL, Darwin WD, Goodwin RS, Wright S, Huestis MA (2011): Plasma Cannabinoid Pharmacokinetics following Controlled Oral Δ9-Tetrahydrocannabinol and Oromucosal Cannabis Extract Administration. Clinical Chemistry 57(1):66–75. DOI: 10.1373/clinchem.2010.152439
[9] Ziegler AS (2022): Cannabis – Anbau, Inhaltsstoffe, Wirkungen und arzneiliche Anwendung. Kapitel 13: Anwendungsformen und Applikationsarten. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart.

Co-Founder & Chief Pharmaceutical Officer | Apotheker







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